Dachausbau und Büroadaption Wien 01
© Pez Hejduk
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Dachausbau und Büroadaption Wien 01
2001-2003

Das heute denkmalgeschützte Haus in der Wiener Innenstadt wurde 1905/06 als Verwaltungsgebäude für die Monarchie von Moritz Ritter von Decastello errichtet.

Der Dachausbau findet eine Balance zwischen technisch gewagter Raffinesse und denkmalpflegerisch geforderte Diskretion. Mit einem rundumlaufenden Fensterband wurde das Dach - im Straßenraum kaum wahrnehmbar und im Innenraum die Annehmlichkeit gerader Fenster bietend - angehoben. Auf der zum Blockinneren orientierten Seite eröffnet eine spektakuläre Stahl-Glaskonstruktion einen weiten Blick auf die vielfältige Dachlandschaft des ersten Bezirks.

Die Körper ruhen auf einer auskragenden Decke auf, die einen Teil des im Zuge der Sanierung geschlossenen Lichthofes überdeckt. In zwei Geschossen wurden die Büroräume saniert und die Grundrisse neu strukturiert.

«Die skulpturalen, transparenten gegeneinander gekippten Körper des exakt eingepassten Zubaus sind in ihrer bewegten Pose erstarrt als kristalliner Kontrapunkt zum Bestand. [ ... ] Entschieden wurde auf dem Dach auf das Neue gesetzt. Dem abwechslungsreichen Ausblick auf die Dächer, mit freier Sicht auf den Stephansdom, entspricht eine differenzierte innere Raumlandschaft. Das Raumpotential des Daches wurde konsequent ausgelotet. Eine dreiläufige auskragende Stiege strukturiert intimere Wohn- und Schlafbereiche sowie die darüber liegenden exponierten und nach außen orientierten Räume.» Elke Krasny, architektur aktuell, Heft 12, 2004